Hiroshima und Nagasaki nicht vergessen – Nukleare Abrüstung bleibt aktuelles Thema

Posted on 6 Aug. 2016 in Allgemein

In diesem Jahr jähren sich zum 71. Mal die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki. Allein nach dem Abwurf über Hiroshima starben nach verschiedenen Schätzungen zwischen 90.000 bis 166.000 Menschen, ganz zu schweigen von den Langzeitfolgen. Bis zu 80.000 Menschen starben nach dem Abwurf über Nagasaki.

Sieben Jahrzehnte, die Konfrontation zweier Machtblöcke und eine vernetzte Welt später, ist die Gefahr des Einsatzes nuklearer Waffen immer noch nicht ausgeräumt. Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen erhöht das Risiko eines erneuten nuklearen Wettrüstens. Daher ist es wichtig, weiter über atomare Abrüstung zu verhandeln. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir es, dass es in der Administration von US-Präsident Obama Überlegungen gibt, vor Ende seiner Amtszeit durch abrüstungspolitische Maßnahmen ein Zeichen zu setzen.

Insbesondere eine Verlängerung der Geltungsdauer des NEW START-Vertrages würde helfen, Zeit für weitere Verhandlungen zu gewinnen und die gegenwärtig bestehende Transparenz zwischen den Vereinigten Staaten und Russland in Bezug auf strategische Atomwaffen erhalten. Darüber hinaus könnte eine weitere Reduzierung der Bedeutung von Atomwaffen in der Sicherheitsstrategie der USA und der NATO eine deeskalierende Wirkung entfalten und Druck auf andere Staaten ausüben, die eigenen Arsenale ebenfalls zu reduzieren.

Wir begrüßen daher, dass Außenminister Steinmeier sich auf dem NATO-Gipfel in Warschau dafür eingesetzt hat, dass das Dialog- und das Rüstungskontrollelement weiterhin Bestandteil der NATO-Strategie sein müssen.

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